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Abenteuer Tierschutz - Interview

Tierschutz zum Beruf machen? Das geht!

Denise Schmidt ist Kampagnenleiterin bei der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten". Sie ist dafür verantwortlich, dass eine Aktion zum Tierschutz von der Planung bis zur Umsetzung realisiert wird. Wir durften ihr ein paar Fragen stellen!

  • Für Tiere sprechen, die es selbst nicht können...©Vier Pfoten

    Für Tiere sprechen, die es selbst nicht können...©Vier Pfoten

  • ...das macht Denise Schmidt hauptberuflich bei Vier Pfoten.©Vier Pfoten

    ...das macht Denise Schmidt hauptberuflich bei Vier Pfoten.©Vier Pfoten

  • Auch unsere Hörspiel-Heldinnen Hanni & Nanni setzen sich immer wieder für Tiere ein.

    Auch unsere Hörspiel-Heldinnen Hanni & Nanni setzen sich immer wieder für Tiere ein.

Aktuell arbeitet sie an der Kampagne "Brüll für ein Wildtierverbot im Zirkus". >>Hier haben wir schon einmal darüber berichtet.


Denise, du arbeitest hauptberuflich für eine Tierschutzorganisation. Seit wann gilt dein Interesse dem Tierschutz, gab es einen bestimmten Moment in dem du festgestellt hast: "Ich muss etwas tun"? Und wieso hast du beschlossen, dich auch beruflich für Tiere einzusetzen?
Ich fand es schon als kleines Kind doof, dass auf der Kirmes die Pferde immer nur im Kreis laufen müssen oder die Tiere im Zirkus in kleinen Zirkuswagen leben müssen. Ich bin mit Hunden und Katzen aufgewachsen und weiß daher, was für tolle und liebenswerte Freunde Tiere sein können und wie wichtig es ist, Tiere wie Freunde zu behandeln. Das heißt, ihnen ein Leben zu ermöglichen, bei dem sie ihren natürlichen Bedürfnissen nachkommen können. Dies ist in einer Zirkusmanege, einem Transportanhänger oder in einem Hundezwinger nicht möglich und das finde ich so schlimm und traurig, dass ich mich jeden Tag mit voller Kraft einsetzen möchte. Mein Job bei VIER PFOTEN bietet mir die Möglichkeit und ich bin sehr dankbar dafür.

Toll, dass du deine Leidenschaft für Tierschutz auch beruflich ausleben kannst. Wie sollte deiner Meinung nach in Zukunft mit Tieren umgegangen werden, was wäre die "perfekte Welt"?
Die perfekte Welt wäre für mich, genauso wie für VIER PFOTEN, eine Welt ohne Tierleid. Bis dahin sollten die Bedingungen, in denen Tiere leben, verbessert werden. Zum Beispiel sollten Kühe, Schweine und Hühner nicht in winzigen dunklen Ställen leben müssen, nur um irgendwann von uns gegessen zu werden. Auch sollten keine Hündinnen ausgenutzt werden, um Welpen wie am Fließband zu produzieren, nur um diese möglichst günstig im Internet verkaufen zu können.

Du bist bei "Vier Pfoten" Hauptverantwortliche für die Kampagne "Brüll für ein Wildtierverbot im Zirkus!". Erzähl uns bitte ein bisschen von der Kampagne, worum geht es genau?
Wir von VIER PFOTEN finden, dass Wildtiere wie beispielsweise Bären, Löwen und Elefanten nicht in Zirkussen mitgeführt werden sollten. Es ist schlicht nicht möglich, diese Tiere artgemäß in einem kleinem Zirkusgehege zu halten. Ein Zirkus kann auf die Bedürfnisse der Tiere keine Rücksicht nehmen; der Betrieb wechselt ständig den Standort, Käfige müssen Platz sparend transportiert und schnell auf- und abgebaut werden. So leben die Tiere die meiste Zeit in viel zu engen Transportwagen und kleinen Gehegen. Zum Klettern, Graben, Laufen, Baden oder Schwimmen ist kein Platz, stattdessen müssen die Tiere regelmäßig unter Stress entwürdigende Tricks in der Manege zeigen. Das wollen wir mit unserer Zirkus-Kampagne verhindern und haben dafür schon über 82.000 Unterschriften gesammelt, die wir der Bundesregierung in diesem Sommer übergeben wollen. Die Politiker sind die einzigen, die die Situation der Zirkustiere verändern können: Sie können ein Gesetz erlassen, welches Zirkussen das Mitführen von Wildtieren endlich verbietet.

Was sind deine Hauptaufgaben bei der Kampagne?
Meine Aufgabe ist es, zusammen mit meinen Kollegen die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, wie schlecht es den Wildtieren in Zirkussen geht. Darüber hinaus organisiere ich mit meinem Team auch Demonstrationen, um mehr Druck auf die Politik auszuüben. Auch habe ich eine Umfrage in Auftrag gegeben um herauszufinden, wie die Deutschen über Wildtiere im Zirkus denken. Heraus kam, dass 70 Prozent für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen sind und gern auf Wildtiernummern zum Wohle der Tiere verzichten würden.

Kannst du uns einen Zirkus empfehlen, der auf Wildtiere bei seinen Shows verzichtet?
Ja: zum Beispiel ist der Circus Roncalli frei von Wildtiernummern und begeistert viele tausend Zuschauer mit Akrobaten und lustigen Clowns. Oder der großartige Zirkus Flic Flac: er verzichtet komplett auf Tierauftritte.

Hast du denn auch selbst Haustiere? Welches ist dein Lieblingstier?
Ich habe selber eine Mischlingshündin namens Mitzi. Sie ist für mich natürlich der tollste Hund der Welt und auch mein Lieblingstier! Mit Hunden beschäftige ich mich privat am meisten, finde aber jede Tierart schützenswert.

Danke für das tolle Interview, liebe Denise! Hast du Tipps für unsere LeserInnen, wie man sich als junger Mensch für Tiere einsetzen und engagieren kann?
Um bei unserem Zirkus-Thema zu bleiben: besucht einfach keine Zirkusse, die Wildtiere im Programm haben. Informiert euch bei Tierschutzorganisationen, wie VIER PFOTEN, über die Probleme, die Tiere haben und informiert auch Freunde, Mitschüler und eure Familien darüber. Je mehr Menschen aufgeklärt sind und sich für Tiere einsetzen, desto höher ist die Chance, dass auch die Politik sich tatsächlich für das Wohl der Tiere entscheidet.

 

Seid ihr selbst im Tierschutz aktiv? Was haltet ihr davon? Schreibt es uns in die Kommentare!

>>Mehr zum Thema Tierschutz erfahrt ihr beim Jugendclub von "Vier Pfoten"!

29.06.2016
Hannah
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